
LIVING PUPPETS
LIVING PUPPETS – elf Jugendliche stellen in diesem Stück die Frage danach: wie sie leben – nein, Moment! Sie fragen danach, wie sie leben sollten! – nein, stimmt so nicht! Sie hinterfragen, wie sie leben wollen. nein! … wie sie …
Sein und Schein, Wunsch und Zwang, Freiheit und Käfig, Angst und Vertrauen – Szenen, Lieder und Bewegungstheaterpassagen spiegeln zwischen Anklage, Hoffnung und kritischer Selbstreflektion jene Themen wieder, denen die Spieler*innen dieses Theaterwerks eine Stimme, ein Gesicht geben. Erlebtes und Erfahrenes, welches aus Sicht der Jugendlichen im Alltag viel zu oft ungehört und unbeachtet bleibt, wird hier lebendig. Manchmal leise und zaghaft, manchmal laut und rücksichtslos setzen sich die Darsteller*innen auf der Bühne mit jenen Schubladen im Denken auseinander, die ihnen das Gefühl geben, Marionetten zu gleichen. Sie diskutieren ihr Leben zwischen verstaubten Rollenbildern, genormten Erwartungen, aufgesetzten Werten – im Schatten der Wahnvorstellungen von Manosphere – immer unter Strom – begleitet von Angst, Wut, Ohnmacht – tief verwurzelt im Widerstand gegen die Engstirnigkeit. In dieser Szenencollage aus eigenem Text, Gesang und Bewegungstheater finden Bilder Eingang, die den Alltag jedes Menschen spiegeln, obwohl sie dies nicht sollten.
“ Mein Sein hängt an silbern seidenen Fäden
Die um mich gesponnen ein Netz ergeben
Ich kenn jenen Platz, der mir zugewiesen
Folge dem Spiel, welches ihr gepriesen
In Traditionen geboren, in Form gegossen
Von euch seit Generationen beschlossen
Der Glaube, die Regeln, die Grenzen, das Recht,
Die Macht, das Urteil, der Druck, das Geschlecht
Die Themen im Chaos meines Entfaltens
Ich such nach Sinn, hinterfrage das Sein
Denn eure Antworten – sie sind mir zu klein.“
Wir sprechen für dieses Stück eine Triggerwarnung aus, denn einige der angesprochenen und dargestellten Szenen zeigen die Auswirkungen von Druck, Zwang, Manipulation und menschenverachtendem Verhalten. Wir benutzen ebenfalls ein Stroboskop. Wir empfehlen dieses Stück ohne Begleitung von Fürsorgepersonen erst ab 15 Jahren.
Bild: Luna Langnäse
- Altersempfehlung Jugendliche 12+




