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Jahresprojekt 2017 „Im Strom“

Wir betonen und verstärken kulturelle, gesellschaftliche Strömungen, die Grenzen über-winden, auf Interesse und Neugier basieren, Austausch und Begegnung fördern und der grassierenden Ablehnung von Fremdem ein produktives Miteinander entgegensetzen.

Ströme und Fluten sind in der aktuellen gesellschaftlichen Wahrnehmung und medialen Verstärkung meist negativ besetzt. Ob Flüchtlingsströme oder reißende Naturgewalten, stets haftet ihnen etwas Bedrohliches und über uns unverhofft Hereinbrechendes an. Und davon abgesehen, dass und wie der globale Norden diese Probleme durch seine vorherrschende Produktionsweise und Verbrauchsgewohnheiten ursächlich hervorbringt: Ohnmachtsgefühle der Individuen und deren Vertrauensverlust in etablierte Strukturen erzeugen Hysterie und die Tendenz zum Abschotten in nationalen und regionalen Strukturen. Eine tiefliegende Angst vor Anderen und Anderem paart sich mit einem grundlegenden Widerstand gegen Veränderung und Entwicklung und manifestiert sich zunehmend populistisch und rassistisch.

Positive Denk- und Handlungsansätze drohen in dieser Gemengelage leicht aus dem Blickfeld zu geraten. Deshalb werden wir uns in unserem Jahresprojekt 2017 diesen „anderen“ Strömungen zuwenden. Strömungen, die Grenzen überwinden, die auf Interesse und Neugier basieren, auf Verbindung und Austausch zielen und der grassierenden Ablehnung von neuen Erfahrungen und Begegnungen ein produktives Miteinander entgegensetzen.

IM STROM I – THEATERERKUNDUNGEN

Wir nutzen die Verunsicherung als Handlungsimpuls, um mit der Gesellschaft in Kontakt zu bleiben und aus verschiedenen Perspektiven menschliche Schicksale und gesellschaftliche Konstellationen zu reflektieren. Wir bearbeiten dies mit authentischen Geschichten und werden in erster Linie emotionale Verbindungen zu unserem Publikum aufbauen. Mit Relevanz und Haltung, die im soziokulturellen Produktionsprozess basisdemokratisch bleibt, positioniert sich das DachTheater im Haus Steinstraße mit dem humanistischen und aufklärerischen Menschen- und Weltbild als Ort des Widerstandes gegen Negativismus und Katastrophismus.

IM STROM II – AUSTAUSCH UND TRANSFORMATION

In Zeiten zunehmender Unsicherheiten wandeln sich die Ängste vieler Menschen in Aggressionen gegen vermeintlich Schwächere, gegen Randgruppen und Behinderte, gegen Minderheiten und Menschen anderer Herkunft. Wir zeigen an zwei exemplarischen Beispielen, wie diese Unsicherheiten produktiv gemacht werden können: Vorurteilen wird durch Begegnung, Austausch und Kommunikation der Nährboden entzogen und es entsteht eine Basis für gemeinsame kulturelle und soziale Arbeit.

„UNTER STROM“

am  23. und 24. Juni um 19.30 Uhr im DachTheater Haus Steinstraße mit der Theatergruppe „Kuchenpause“: Dreizehn Jugendliche…

2o Jahre DachTheater

feiern wir am 16. Juni ab 19 Uhr im Café Yellow die knapp 2000 Aufführungen von über 100 Theatergruppen mit 320 Inszenierungen und…

Projekttage

Der erste Höhepunkt im Projektteil ZUSTROM waren die gemeinsamen Projekttage von Schüler-innen der DaZ-2 Klasse und der Klasse…

„Benefiz“

Eine Theaterproduktion zur „Kritik des westlichen Hilfsbusiness“ am 6. Mai sowie 2. und 3. Juni jeweils um 19:30 Uhr:…

Theater und Migration

Zu Beginn des Jahresprojektes „IM STROM“ beleuchteten zwei Gastspiele im Januar die Situation von Menschen, welche…